Bedeutende Ereignisse 2025

FMV mit dem Heimfall der Grande Dixence beauftragt

Die Vereinigung der konzedierenden Gemeinwesen der Grande Dixence (ACC GD) hat FMV mit der Steuerung des Heimfalldossiers der Anlage beauftragt – ein für unser Unternehmen besonders richtungsweisender Auftrag. Die Jahresproduktion der Grande Dixence beläuft sich auf rund 2,5 Milliarden kWh und entspricht damit allein rund 20 % der gesamtschweizerisch speicherbaren elektrischen Energie. Die konzedierenden Gemeinden vertrauen damit dem Kompetenzzentrum der FMV, das seine Expertise den Gemeinden und dem Kanton Wallis in diesen komplexen Dossiers zur Verfügung stellt.

Barrage de la Grande Dixence

Erste Ressourcenrente ausgeschüttet

Im Jahr 2025 hat FMV erstmals eine Ressourcenrente für die Wasserkraftanlagen Chippis-Rhône und Rhône-Binna ausgeschüttet. Dieser Betrag stammt aus dem Rückkauf der an den Kanton heimgefallenen Anlagen durch FMV zu einem Solidarpreis und kommt direkt den Gemeinden und dem Staat Wallis zugute: Ein Drittel entfällt auf die konzedierenden Gemeinden entsprechend ihrem Anteil an der Wasserkraftleistung des Kantons, ein weiteres Drittel fliesst allen Walliser Gemeinden proportional zu ihrer Einwohnerzahl zu, und das letzte Drittel kommt dem Solidaritätsfonds für die kantonale Energie- und Wasserpolitik zugute.

Konzession für Chippis-Rhône in Kraft getreten

Der Grosse Rat hat eine neue Konzession für die Nutzung der Wasserkraft der Rhône zwischen der Souste und Chippis erteilt. Die Konzessionserteilung nach drei Jahrzehnten des Verfahrens ist ein starkes Signal. Auch wenn das Ergebnis positiv ist, wirft die Verfahrensdauer medienwirksame Fragen auf – insbesondere im Vorfeld der grossen Heimfälle der kommenden Jahre. Sie erinnert an die Bedeutung eines klaren, effizienten und gemeinsam Rahmens für die Verwaltung dieses wesentlichen Erbes.

Baubewilligung für MBR

Das Wasserkraftprojekt Massongex-Bex-Rhône (MBR) hat einen entscheidenden Meilenstein erreicht: Die Kantone Waadt und Wallis haben die Baubewilligungen erteilt. Die Gesamtinvestition wird auf 190 Millionen Franken geschätzt. Das Projekt kann von einem Investitionsbeitrag des Bundesamts für Energie profitieren, wobei das entsprechende Gesuch nach Rechtskraft der Bewilligungen – voraussichtlich 2026 – eingereicht werden kann.

Bedeutende Fortschritte bei den alpinen Photovoltaik- Projekten

Die durch den Solarexpress initiierten alpinen Photovoltaikanlagen (PVA) haben wichtige Meilensteine erreicht. Dank des professionellen Einsatzes der Teams wurden bis Ende 2025 zwölf PVA-Projekte im Wallis öffentlich aufgelegt, davon neun mit direkter Beteiligung von FMV. Per 31. Dezember 2025 steuert FMV vier PVA-Projekte: Gibidum Solar, Grengiols Solar, Gries und Hohsaas. Darüber hinaus ist das Unternehmen Partner in fünf weiteren Projekten: Belalp, Gampel/Jeizinen, Gondo Solar, Prafleuri und Vispertal Solar.

Aktionsplan Wassermanagement lanciert

Um die Aufgabe der Konzessionsheimfälle zu strukturieren, hat FMV einen Aktionsplan Wassermanagement erarbeitet, der ihre Analyse-, Modellierungs- und Monitoringkapazitäten stärkt und das Wassermanagement als Schlüsselkompetenz positioniert. Die eingeleiteten Massnahmen – wie die Zusammenführung von Wasserdaten, die Entwicklung digitaler Werkzeuge oder die Standardisierung von Konzessionsdossiers – ermöglichen es bereits, die Gemeinwesen konkret zu unterstützen und den Mehrwert der Leistungen von FMV zu steigern. Das Unternehmen führt diese Aufgaben in Zusammenarbeit mit soliden Partnern durch, darunter das Forschungszentrum für die alpine Umwelt (CREALP).

Bedeutende Projekte im Dienste von Valgrid

Im Auftrag von Valgrid untersucht, plant und realisiert FMV Wartungs-, Sanierungs- und Baumassnahmen an Anlagen im gesamten Kantonsgebiet. So haben Valgrid, die Gommerkraftwerke und die Kraftwerke Rhone Binna mit dem Bau eines neuen 65 kV-Unterwerks in Niederernen begonnen. Diese Hochspannungsanlage wird einen bedeutenden Beitrag zur Stärkung der Versorgungssicherheit in der Region leisten. Die Gesamtkosten des Projekts werden auf rund 31 Millionen Franken geschätzt. Im Jahr 2025 hat Valgrid ausserdem mehrere Stromleitungen im gesamten Kantonsgebiet modernisiert, darunter die Freileitung Creux–Granges.

Daneben hat FMV für Valgrid auch auf Unvorhergesehenes reagiert. Am 17. April 2025 wurde das Hochspannungsnetz von Valgrid auf eine harte Probe gestellt: Starke Schneefälle verursachten erhebliche Schäden, hauptsächlich infolge von Baumstürzen auf mehrere Leitungen. Da der Zugang zu den Saas- und Zermatt-Tälern aufgrund von Lawinengefahr gesperrt war, gestalteten sich die Einsätze schwierig. Dank der raschen Mobilisierung der Teams konnte die 65 kV-Versorgung des Saas- und Mattertals bereits am nächsten Tag wiederhergestellt werden.

Projekte in den Bereichen Batteriespeicherung und Wasserstoff

Im Rahmen ihrer strategischen Überlegungen zur Diversifizierung hat FMV die Entwicklung eines Batteriespeichersystems weiter vorangetrieben. Die durchgeführten Analysen haben relevante Anwendungsfälle identifiziert und das wachsende Marktinteresse an Sekundär- und Tertiärregeldienstleistungen für Anlagen von 10 bis 20 MW mit einer operativen Autonomie von ein bis zwei Stunden bestätigt. Die Arbeiten werden fortgesetzt, um die technische, wirtschaftliche und organisatorische Machbarkeit fundiert zu beurteilen und alle für eine Investitionsentscheidung notwendigen Grundlagen zu schaffen. Darüber hinaus beteiligt sich FMV an den Vorarbeiten für ein Projekt zur Entwicklung einer Produktionseinheit für grünen Wasserstoff an einem Walliser Industriestandort. Ziel ist es, Erdgas in Industrieöfen teilweise durch grünen Wasserstoff zu ersetzen und damit zur Reduzierung der CO2-Emissionen beizutragen.

Sanierungsarbeiten an der Wasserkraftanlage Chippis- Rhône

Die Wasserkraftanlage Chippis-Rhône, die durch die Unwetter von 2024 schwer beschädigt worden war, musste ausser Betrieb genommen werden. Im Jahr 2025 hat FMV die Sanierungsarbeiten an diesem zentralen Element seines Produktionsparks aufgenommen. Die Massnahmen zur Wiederinbetriebnahme kombinieren zwei Ansätze: einerseits die Instandhaltung zweier bestehender Aggregate, anderseits den Ersatz zweier weiterer Aggregate. Dieser Ansatz ermöglicht eine gezielte Modernisierung der Anlage bei optimierten Kosten und Bauzeiten. Die Sanierung ist im Gange mit dem Ziel, diese wichtige Anlage so rasch wie möglich wieder in Betrieb zu nehmen.

FMV – bevorzugte Ansprechpartnerin der Gemeinden

In einem zunehmend dynamischen Umfeld ergänzt FMV ihr erstklassiges Fachwissen durch gezielte Information. Mehrere Kanäle stehen den Stakeholdern zur Verfügung, insbesondere werden regelmässig spezielle Newsletter an die Gemeindebehörden versandt, um das Verständnis für die Herausforderungen im Sinne des gegenseitigen Austauschs zu fördern. Das Vertrauen, das sich in den Heimfalldossiers wie Mischabel Energie AG oder ACC GD manifestiert, und die gezielte Kommunikation verstärken sich gegenseitig – und festigen die Partnerschaft zwischen den Gemeinden und FMV. Ein starkes Signal für die Zusammenarbeit.

Umsetzung der Datenstrategie

Im Jahr 2025 hat FMV einen entscheidenden Schritt bei der Umsetzung der im Jahr 2024 eingeleiteten Datenstrategie vollzogen. Das Jahr war geprägt von der Einführung neuer richtungsweisender Technologien: eine Plattform zur Datenverarbeitung und -verwertung, ein Katalog zur Erleichterung der Datendokumentation sowie Visualisierungstools, für ein verbessertes Steuerungs-Controlling. Parallel dazu wurde innerhalb der Fachbereiche eine Data Governance eingeführt, begleitet von einer gezielten Kompetenzentwicklung, um die Praktiken zu harmonisieren und das Datenmanagement zu professionalisieren.

FMV – aufmerksam gegenüber aktuellen Herausforderungen

In der Unternehmensentwicklung nimmt die Nachhaltigkeit einen zentralen Stellenwert ein. Im Jahr 2025 hat FMV ihre Sicherheitskultur gefestigt: Es sind keine Absenzen aufgrund von Arbeitsunfällen zu verzeichnen. Das Unternehmen hat zudem einen Aktionsplan zur Reduzierung seiner CO2-Emissionen aufgegleist. In gleicher Weise hat FMV eine Richtlinie zur sanften Mobilität verabschiedet, die Mitarbeitende zur Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel anregt. Diese Initiative entstand im Anschluss an die Eröffnung von Büros in Naters und Martigny, die eine grössere Kundennähe und bessere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden ermöglichen.