Hydro Alps Lab: Ein einzigartiges Modell für Innovation in der Wasserkraft
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Medienmitteilung
Fünf Jahre nach seiner Gründung setzt das Forschungslabor Hydro Alps Lab seine Entwicklung fort. Die verschiedenen Partner – Alpiq, Forces Motrices Valaisannes (FMV), HYDRO Exploitation, OIKEN und die Hochschule für Ingenieurwissenschaften der HES-SO Valais-Wallis – haben den Vertrag zur Zusammenarbeit bis 2032 verlängert. Damit bekräftigen sie den Erfolg eines einzigartigen Modells, das Industrie und anwendungsorientierte Forschung zusammenbringt, um Innovationen im Bereich der Wasserkraft voranzutreiben, die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu stärken und Ingenieurinnen und Ingenieure auszubilden, die die Schweiz für eine erfolgreiche Energiewende benötigt.
Fünf Jahre konkrete Fortschritte im Dienst der Wasserkraft
Seit seiner Gründung im Jahr 2021 zur Unterstützung der digitalen Transformation der Wasserkraftbranche hat sich das Hydro Alps Lab in der Schweiz als führende Plattform für anwendungsorientierte Forschung im Bereich alpiner Wasserkraftanlagen etabliert. Innerhalb von fünf Jahren konnte das Labor über fünf Millionen Franken an Drittmitteln einwerben und mit Projekten in Zusammenarbeit mit der Industrie sowie nationalen und internationalen Förderinstitutionen einen Umsatz von nahezu sieben Millionen Franken erzielen. 2025 konnte so für jeden investierten Franken mehr als das Dreifache an zusätzlichen Mitteln für Forschungs- und Innovationsprojekte mobilisiert werden.
Die Rolle der Wasserkraft wird sich in den kommenden Jahren grundlegend verändern: Sie wird nicht nur erneuerbare Energie produzieren, sondern auch eine zentrale Rolle bei der Energiespeicherung übernehmen. Neben dem saisonalen Energieausgleich ermöglicht sie auch eine kurzfristige Betriebsflexibilität, indem Solarstrom aus der Tagesproduktion zwischengespeichert und in der Nacht abgegeben wird. Dies erfordert jedoch intensive Forschungs- und Innovationstätigkeiten, da die bestehenden Anlagen nicht für derart schnelle Zyklen konzipiert sind.
Lösungen für leistungsfähigere und nachhaltigere Infrastrukturen
Die Teams des Hydro Alps Lab entwickeln innovative Lösungen zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit, Flexibilität und Nachhaltigkeit von Wasserkraftanlagen. Ihre Arbeiten befassen sich unter anderem mit der Analyse von Alterungsprozessen, der Auswertung von Betriebsdaten, der Überwachung der Infrastruktur, der Optimierung der Wartung sowie dem Einsatz moderner Simulations- und Monitoringverfahren. In enger Zusammenarbeit mit den Betreibern tragen diese Projekte dazu bei, die Zuverlässigkeit der Wasserkraftwerke zu erhöhen, ihre Lebensdauer zu verlängern und den Wandel der Rolle der Wasserkraft im Schweizer Energiesystem zu unterstützen.
«Alpiq und die anderen Gründungspartner freuen sich über die erfolgreiche Entwicklung dieser Zusammenarbeit, die nun fortgesetzt und gezielt ausgebaut wird. Die zahlreichen Projekte im Bereich der Wasserkraft haben die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Forschung weiter gestärkt. Von dieser Zusammenarbeit profitieren auch die Studierenden, die Dozierenden sowie die Ingenieurinnen und Ingenieure der Partnerunternehmen, da ihnen die Chance eröffnet wird, Verbesserungsmassnahmen langfristig weiterzuentwickeln», erläutert Michaël Plaschy, Leiter Wasserkraftproduktion bei Alpiq.
Ein bewährtes Kooperationsmodell
Das Hydro Alps Lab wird von Cécile Münch-Alligné, FH-Dozentin und Spezialistin für hydroelektrische Energie, und Samuel Rey-Mermet, FH-Dozent und Werkstoffexperte, gemeinsam geleitet und beruht auf einer engen Zusammenarbeit zwischen Forschenden, Betreibern und Asset Managern.
«Innerhalb von fünf Jahren hat das Hydro Alps Lab gezeigt, dass durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschenden, Betreibern und Eigentümern Innovationen rasch in konkrete Lösungen für Wasserkraftwerke umgesetzt werden können. Die Verlängerung des Vertrags schafft die Voraussetzungen, um eine nachhaltige, leistungsfähige und resiliente Wasserkraft weiterzuentwickeln», hält Cécile Münch-Alligné fest.
«Das Hydro Alps Lab ist ein konkretes Beispiel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Industrie und Hochschulen. Dank der Vertragsverlängerung können wir neue ambitionierte Projekte realisieren und unseren Beitrag zugunsten der einheimischen Wasserkraftbranche weiter stärken», fügt Samuel Rey-Mermet an.
Die Fachkräfte von morgen ausbilden
Das Hydro Alps Lab ist nicht nur in der Forschung tätig, sondern spielt auch eine strategische Rolle in der Ausbildung des Nachwuchses. Mehrere im Labor ausgebildete junge Ingenieurinnen und Ingenieure sind direkt in Partnerunternehmen eingestiegen und leisten so einen wichtigen Beitrag zum Transfer von Kompetenzen in die Industrie.
«Diese Partnerschaft veranschaulicht unser Engagement, kompetente Ingenieurinnen und Ingenieure hervorzubringen und gleichzeitig innovative Lösungen für die energiepolitischen Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln. Das Hydro Alps Lab zeigt, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen Ausbildung, Forschung und Industrie einen echten Mehrwert für die gesamte Branche schafft», unterstreicht Gaëtan Cherix, Direktor der Hochschule für Ingenieurwissenschaften der HES-SO Valais-Wallis.
Eine neue Phase des Wachstums bis 2032
In den nächsten sechs Jahren wollen die Partner die Entwicklung innovativer Lösungen weiter vorantreiben, um die Leistungsfähigkeit, Flexibilität und Nachhaltigkeit der Wasserkraftanlagen zu verbessern sowie deren Digitalisierung zu beschleunigen. «Mit dem Hydro Alps Lab verfolgt FMV das Ziel, das Wallis national zum führenden Kompetenzzentrum im Bereich der Wasserkraft zu machen», erklärt Stéphane Maret, Direktor FMV.
Zur Unterstützung dieser neuen Entwicklungsphase planen die Partner, über die gesamte Vertragslaufzeit hinweg rund 3 Millionen Franken zu investieren. Damit können die Aktivitäten des Labors gefestigt und innovative Projekte gemeinsam mit der Industrie weiterentwickelt werden.
Matthias Gäumann, CEO HYDRO Exploitation SA, betont: «Die Zusammenarbeit zwischen HYDRO Exploitation SA, dem Hydro Alps Lab, der HES-SO Valais-Wallis und allen anderen Partnern stärkt die Innovationskraft der Region zugunsten einer nachhaltigen und leistungsfähigen Wasserkraft. Rund um Sitten entsteht damit ein nationales Kompetenzzentrum für die Energiewende.»
Ein wachsendes Innovationsökosystem
Nachdem OIKEN 2025 zum Partnernetzwerk gestossen ist, möchte das Hydro Alps Lab dieses Netzwerk ausbauen und weitere Akteure der Branche zur Zusammenarbeit gewinnen. Ziel ist es, das Innovationsökosystem der Wasserkraft zu stärken, die Position als führender Akteur in der Schweiz und Europa zu festigen und zur Energiestrategie 2050 beizutragen.
Starkes Bekenntnis der Partner zur Zusammenarbeit
Für die Partner unterstreicht diese Vertragsverlängerung die Relevanz des Modells, das auf der engen Verbindung zwischen Forschung und Praxis beruht. Sylvia Marra, Direktorin von OIKEN, erläutert: «Die Fortführung unserer Mitarbeit im Hydro Alps Lab ist für OIKEN selbstverständlich. Angesichts der aktuellen klimatischen und energetischen Herausforderungen stellt die Wasserkraft die Grundlage unserer Energieversorgung dar. Gemeinsam mit der HES-SO Valais-Wallis und unseren Partnern aus der Westschweiz schaffen wir eine direkte Verbindung zwischen Spitzenforschung und Praxis. Das Labor ist ein Inkubator für zukunftsweisende Innovationen, um unsere Infrastrukturen zu optimieren und die Talente von morgen auszubilden».