Lienne 2037: „Wir werden das Wasser besser kontrollieren können”
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Das von der Konzessionärin Electricité de la Lienne betriebene Projekt umfasst den Staudamm von Tseuzier und die beiden Hauptkraftwerke Croix und Saint-Léonard. In diesem Dossier sind die Konzessionsgemeinden Ayent, Icogne, St-Léonard und Sion. Sie haben sich 2024 zu einer einfachen Gesellschaft namens «Retour Lienne 2037» zusammengeschlossen, in der Sion, derzeitige Eigentümerin eines Drittels der Konzessionärin und Hauptaktionärin des Betreibers OIKEN, ihre Konzessionsbeteiligung an Saint-Léonard übertragen hat. FMV stellt ihre Kompetenzen in einer überzeugenden Zusammenarbeit zur Verfügung, meint Mathieu Aymon, Präsident von «Retour Lienne 2037», der die Herausforderungen im Zusammenhang mit den vielfältigen Verwendungszwecken von Wasser hervorhebt.
Jahresproduktion: 322 GWh
„Wir werden das Wasser besser kontrollieren können”
„Das Wasser besser kontrollieren. Genau darin liegt die grosse Chance für unser Gemeinwesen bei den Heimfällen der Konzessionen. Wir werden die Bewirtschaftung des Wassers, einer besonders sensiblen Ressource am rechten Ufer des Rottens, konsolidieren können. Dies ist ein grundlegender und sicherheitsrelevanter Aspekt des Projekts, das sich allerdings noch in einem frühen Stadium befindet. Aber bereits heute fungiert der Staudamm von Tseuzier als multifunktionales Becken für Trinkwasser, Bewässerungswasser oder Wasser für die technische Beschneiung der Skilifte. Das Projekt Lienne-Raspille ist in dieser Hinsicht besonders interessant. Langfristig wird es zu einer Erhöhung der Restwassermenge im Rahmen der geltenden gesetzlichen Bestimmungen zur Wasserkraft kommen. Diese zusätzlichen Dotationen werden zur Verbesserung der Umweltbedingungen zugunsten der Biodiversität beitragen.
„FMV hat sich proaktiv, verfügbar und aufmerksam gezeigt.“
Angesichts der vielfältigen Verwendungszwecke von Wasser stellt sich die Frage, in welchem Bereich diese wertvolle Ressource in Zukunft am besten genutzt werden kann. Dies ist eine komplexe Frage, die wir insbesondere in Zusammenarbeit mit FMV beantworten müssen. Wir werden daher die Beziehungen zu diesem Unternehmen, das sich proaktiv, verfügbar und aufmerksam gezeigt hat, weiter ausbauen. Im Bereich der administrativen Unterstützung wird FMV bereits in diesem Jahr eine strategisch wichtige Rolle in diesem Dossier übernehmen. Sein Kompetenzzentrum wird uns insbesondere bei der regionalen Verlängerung der Wertschöpfungskette und beim Risikomanagement unterstützen. Eine unverzichtbare Unterstützung. Die von dem Heimfall von Lienne 2037 betroffenen Konzessionsgemeinden zeigen sich sehr engagiert, selbst diejenigen mit einem geringeren Wasservolumen. Die Zusammenarbeit ist gut und die Vision wird geteilt.
Generell bin ich zuversichtlich für die gesamte Strategie der Walliser Wasserkraft, die über einen soliden und legitimen rechtlichen Rahmen verfügt. Das Ziel ist es, diese Vision in guter Zusammenarbeit mit den derzeitigen Konzessionären der Anlagen, die unsere aktuellen und möglicherweise zukünftigen Partner sind, umzusetzen. In dieser Hinsicht ist das Dossier FMO27 ein interessantes Beispiel, auch wenn wir unsererseits noch nicht in dieser Phase des Prozesses sind.“