Dixence Cleuson 2031: „Das Ziel ist es, den gewünschten industriellen Kurs zu untersuchen”
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In diesem Fall arbeitet die Walliser Gemeinde vorbildlich und abgestimmt in vertrauensvoller Partnerschaft mit FMV zusammen. Die Konzessionsgemeinden Hérémence, Nendaz, Mont-Noble, Vex, Sion und St-Martin haben in Zusammenarbeit mit dem Kanton die Beantragung neuer Konzessionen in die Hand genommen. Diese betreffen hauptsächlich zwei Staudämme – die Première Dixence und Cleuson – sowie das derzeit stillgelegte Kraftwerk Chandoline mit einer Turbinenanlage in Bieudron. FMV wurde mit der Koordination dieses Dossiers beauftragt, mit dem Ziel, Anfang 2032 die Konzessionen zu erhalten. Grégory Logean, Präsident der Gesellschaft «Retour Dixence Cleuson 2031», verweist auf das vielseitige Modell, das das Walliser Gesetz über die Wasserkraft darstellt, und auf die massgeschneiderte Rolle, die FMV in diesem Dossier spielt.
Jahresproduktion: 380 GWh
„Das Ziel ist es, den gewünschten industriellen Kurs zu untersuchen”
„Dixence Cleuson 2031 steht für die Weitergabe eines Erbes mit einer hundertjährigen Geschichte und einer wichtigen Ressource für künftige Generationen. Heute tragen wir als Erben Verantwortung, sowohl für die Aufrechterhaltung fundierter Kenntnisse über unsere Anlagen als auch für den Erhalt wertvoller Arbeitsplätze in den Bergregionen.
Eine besonders spannende Herausforderung in unserem Dossier ist die Interaktion von Dixence-Cleuson mit dem Komplex Grande Dixence. Aus historischer Sicht sei daran erinnert, dass die 1934 in Betrieb genommene Staumauer der Première Dixence 1957 beim Bau der Staumauer Grande Dixence überflutet wurde. In diesem Zusammenhang wurden 1/8 der Staumauer Grande Dixence und etwa 50 Millionen Kubikmeter Wasser den Konzessionsgemeinden der Première Dixence zugewiesen. Diese Situation hat sich mit der Harmonisierung der Konzessionen Dixence, Chenna und Printze im Jahr 1996 geändert. Diese drei Konzessionen laufen Ende 2031 im Rahmen des Heimfalls Dixence-Cleuson aus, was insgesamt mehr als 86 Millionen Kubikmeter Wasser betrifft, welches heute gewonnen wird.
„Das Projekt verläuft sehr gut. FMV erfüllt ihre Rolle als Unterstützerin der Gemeinden.”
Diese ungewöhnliche Geschichte erfordert eine gemeinsame Vision für die Anlagen nach Ablauf der Konzessionen von Grande Dixence im Jahr 2044. Es geht darum, die Mindestbedingungen der für den Betrieb der beiden Anlagen gemeinsamen Bauwerke wie die aktuelle Staumauer oder das Kraftwerk Bieudron festzulegen. Ziel ist es, in Absprache mit der anderen Gemeinschaft, der Vereinigung der konzedierenden Gemeinwesen der Grande Dixence, die gewünschte industrielle Ausrichtung festzulegen. Dabei geht es beispielsweise darum, Varianten für neue Konzessionen mit einer Laufzeit von 80 Jahren zu prüfen, ohne eine Fusion der Anlagen in der Zukunft auszuschliessen. Wir müssen uns eingehender mit der multifunktionalen Wasserbewirtschaftung, den Auswirkungen der Restwassermenge und den Umweltausgleichsmassnahmen befassen. Jeder Fall ist anders. Das kantonale Gesetz über die Wasserkraft ist ein vielseitiges und flexibles Modell. Diese Heimfälle bieten Chancen für die Gemeinden, bringen aber auch industrielle Verantwortlichkeiten hinsichtlich der Risiken und finanziellen Möglichkeiten der Gemeinden mit sich. Die Fachkompetenz und Solidität der Partner sind in diesem Zusammenhang von grosser Bedeutung. In diesem Rahmen wurde FMV beauftragt, einen Teil des Dossiers zu koordinieren, insbesondere die Arbeiten im Zusammenhang mit den Umweltverträglichkeitsprüfungen und den Verwaltungsverfahren. Das Projekt verläuft unter der Aufsicht unserer Experten sehr gut. FMV erfüllt ihre Rolle als Unterstützerin der Gemeinden.”